Sonntag, 28. November 2010

Zu zehnt kann der VfB Stuttgart nichts reißen - Video

Der VfB Stuttgart steckt weiter in der Abstiegszone der Fußball-Bundesliga. Durch das 2:4 (1:3) beim Hamburger SV am Samstag verschärfte sich die Krise der Schwaben.cNach dem bitteren 0:1 gegen Köln in der Vorwoche kassierten die Stuttgarter in einer turbulenten Partie in Hamburg einen erneuten Rückschlag und verpassten den Sprung vom Relegationsplatz.


Vor 53.055 Zuschauern gingen die Hanseaten durch Piotr Trochowski (3.) schnell in Führung, doch Ciprian Marica markierte nur sechs Minuten später nach einer Ecke den Ausgleich. Der Rumäne musste dann bereits nach 16 Minuten das Feld verlassen: Nach einem Foul von Georg Niedermeier an Mladen Petric beschwerte sich der Rumäne so heftig, dass Schiedsrichter Wolfgang Stark ihm die Rote Karte zeigte.

Jonathan Pitroipa (29.) traf zum 2:1, Petric (36.) und Ruud van Nistelrooy (60.) erhöhten. Der Treffer von Christian Gentner (46.) konnte die Niederlage der Gäste nicht mehr abwenden, die weiterhin auf ihren ersten Auswärtssieg warten.
HSV-Coach Armin Veh musste erneut auf sieben Profis verzichten und brachte nach auskuriertem Kreuzbandriss Nachwuchsstürmer Tunay Torun für den noch nicht ganz fitten van Nistelrooy. Paolo Guerrero, dem Veh keine gute Trainingsleistung attestierte, saß 90 Minuten auf der Bank. Der 20 Jahre alte Deutsch-Türke Torun setzte Pitroipa wenige Sekunden nach Spielanpfiff schon gut in Szene, aber der spritzige Afrikaner konnte daraus kein Kapital schlagen. Wieder war es Torun, der für Trochowski vorlegte, als der Nationalspieler mit einem beherzten Schuss die Führung herausschoss.

Marica als tragische Figur

Die Schwaben, bei denen kurzfristig Serdar Tasci mit Muskelfaserriss ausfiel, traten zudem ohne die verletzten Verteidiger Stefano Celozzi und Khalid Boulahrouz sowie Mittelfeldspieler Johan Audel an. Philipp Degen gab sein Startelfdebüt, doch in einer wackligen Abwehr konnte er nicht gut aussehen. Marica wurde zur unglücklichen Figur: Erst traf er nach einem Eckball per Kopf, dann schwächte er sein Team, als er Stark heftigst bepöbelte.

Der HSV schlug aus der zahlenmäßigen Überlegenheit Kapital: Allein in den ersten 45 Minuten hatten die Norddeutschen 70 Prozent Ballbesitz. Gegen eine verunsicherte VfB-Defensive glänzten die Offensivkräfte der Gastgeber: Besonders der pfeilschnelle Pitroipa brachte ein ums andere Mal die Gegenspieler in Verlegenheit. Nach einer Quervorlage von Zé Roberto verpasste er aber nach acht Minuten. Zu seinem zweiten Saisontor hob er den Ball elegant über Keeper Sven Ulreich hinweg, David Jarolim hatte vorgelegt. Zum 3:1 spielte Torun Mitspieler Petric frei, der sich klasse im Strafraum durchsetzte.

Trainer Jens Keller hatte die Gäste in der Halbzeit so gut eingestellt, dass sie deutlich motivierter aus der Kabine kamen. Gentner gelang nach nur 30 Sekunden der Anschlusstreffer mit einem Abstaubertor. Der gerade eingewechselte Martin Harnik war zuvor an Frank Rost gescheitert, der nach einem Monat Pause nach Außenbandanriss wieder im Tor stand.

Mitten in den Offensivdrang des VfB wechselte Veh den Niederländer van Nistelrooy nach 58 Minuten ein. Der Stürmerstar traf nur wenige Sekunden später nach Vorarbeit von Petric. Fast im Gegenzug verhinderte Zé Roberto auf der Linie den Anschlusstreffer durch Harnik.

Quelle: stuttgarter-nachrichten.de

Montag, 22. November 2010

Schiri Betrug, gegen den VfB, setzt sich fort

Der VfB verlor sein Heimspiel gegen den 1. FC Köln mit 0:1. Das Zustandekommen des Gegentores durch Lukas Podolski war äußerst unglücklich, da Schiedsrichter Christian Dingert nach einem normalen Zweikampf zwischen Georg Niedermeier und Milivoje Novakovic auf Elfmeter entschied.
VfB-Cheftrainer Jens Keller sah sich im Vergleich zum 3:3-Unentschieden in Kaiserslautern gegen die "Geißböcke" zu einem Wechsel veranlasst. Stefano Celozzi bekam nach seiner Verletzung auf der rechten Abwehrposition wieder den Vorzug vor Patrick Funk.

Faryd Mondragon verhinderte die Führung für den VfB

Den ersten Akzent des Spiels setzte Timo Gebhart schon in der dritten Minute mit einem strammen Distanzschuss, den die reaktivierte Nummer eins der Kölner, Faryd Mondragon, zur Ecke abwehren konnte. Anschließend übernahm das Team von Trainer Frank Schaefer vorübergehend das Kommando und drängte den VfB in die eigene Hälfte, ohne jedoch zu einer nennenswerten Chance zu kommen. Im Gegensatz zur Mannschaft von Jens Keller, die in der zehnten Minute in Führung hätte gehen müssen. Doch FC-Keeper Mondragon war bei einem Schuss von Cacau nach Vorarbeit von Timo Gebhart und Ciprian Marica reaktionsschnell und verhinderte den Rückstand. Es folgten 15 Minuten Kampf und Krampf auf beiden Seiten. Ein geordneter Spielaufbau gelang keiner Mannschaft, hinzu kamen viele Unterbrechungen aufgrund taktischer Fouls.

Ciprian Marica zielte haarscharf am Pfosten vorbei

Nach 26 Minuten musste dann VfB-Torwart Sven Ulreich bei einem Knaller von Ex-VfBler Martin Lanig aus 18 Metern zum ersten Mal sein Können unter Beweis stellen. Wenig später prüfte Gebhart Köln-Schlussmann Mondragon erneut, doch wieder konnte der Kolumbianer den Ball zur Ecke abwehren.
Beim Versuch von Ciprian Marica in der 33. Minute wäre er aber machtlos gewesen. Doch nach Pass von Cristian Molinaro zielte der rumänische Nationalspieler haarscharf am Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite vergab Martin Lanig die nächste Gelegenheit der Kölner. Das Spiel nahm nun Fahrt auf. Zunächst scheiterte Cacau nach schöner Einzelleistung am glänzend aufgelegten Mondragon, anschließend schoss Christian Träsch von der Strafraumgrenze knapp neben das FC-Gehäuse. Bis zum Pausenpfiff von Christian Dingert tat sich nichts mehr, sodass die Spieler mit dem torlosen Unentschieden in die Kabinen gingen.

Zunächst kein Mittel gegen die FC-Abwehr

Die erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel hatte der FC. Lukas Podolski tauchte nach Zuspiel von Milivoje Novakovic plötzlich alleine vor Sven Ulreich auf, doch die Nummer eins im Trikot mit dem roten Brustring verkürzte den Winkel und hielt den Schuss des WM-Dritten von 2010 fest. Der VfB kam nur schleppend in die zweiten 45 Minuten und fand zunächst kein Mittel gegen die aggressiv verteidigende FC-Abwehr. Erst in der 56. Minute wurde es gefährlich. Timo Gebhart dribbelte von rechts in den Sechzehner, doch seine scharfe Hereingabe fand keinen Abnehmer und landete in den Armen von Faryd Mondragon. Beide Torhüter spielten fehlerlos und machten die wenigen Torchancen auf beiden Seiten zunichte. So blieb Sven Ulreich auch bei einem Fernschuss von Petit Sieger. Eine Standardsituation sorgte für die nächste Gelegenheit des VfB, doch Cacau köpfte nach der Hereingabe von Arthur Boka neben das Tor. Insgesamt bot die Partie wenige fußballerische Leckerbissen, was bei der Tabellensituation beider Verein jedoch auch verständlich ist.

Lukas Podolski mit dem 1:0 für die "Geißböcke"

Dafür war es spannend, da es weitere Möglichkeiten gab. Zunächst köpfte Georg Niedermeier nach einer Flanke von Christian Träsch über den Kasten, dann rutschte der eingewechselte Pavel Pogrebnyak in einen Pass des ebenfalls frisch gekommenen Martin Harnik. Zum Entsetzen der Fans kullerte die Kugel an den Pfosten. Das Entsetzen wurde kurz darauf noch größer, als Referee Christian Dingert in seinem vierten Bundesligaspiel als Unparteiischer auf Strafstoß für Köln entschied. Zuvor war Novakovic bei einem normalen Zweikampf mit Niedermeier zu Fall gekommen. Podolski ließ sich die Chance nicht entgehen und erzielte in der 82. Minute das 1:0 für die "Geißböcke". Der VfB warf nun alles nach vorne und ermöglichte dem FC somit Kontermöglichkeiten. In der 90. Minute war Novakovic auf und davon, scheiterte jedoch an Sven Ulreich.
Ein Tor wollte dem VfB nicht mehr gelingen, sodass es bei der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Köln blieb.

Sonntag, 14. November 2010

Stuttgart gibt Sieg aus der Hand - Video

Der VfB Stuttgart hat einen weiteren Befreiungsschlag im Tabellenkeller verpasst. Die Schwaben kamen am Samstag beim 1. FC Kaiserslautern nur zu einem 3:3 (2:0) und gaben dabei eine 3:0-Führung aus der Hand. Der VfB verpasste damit den ersten Auswärtssieg der Saison, während die Gastgeber für ihren großen Kampfgeist zumindest noch mit einem Punkt belohnt wurden.

Vor 46.904 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion hatten Arthur Boka (19. Minute), Cacau (32.) und Christian Gentner (50., Foulelfmeter) das Team von Trainer Jens Keller in einer turbulenten Partie scheinbar beruhigend in Führung gebracht. Die eingewechselten Ilian Micanski (58.) und Ivo Ilicevic (76.) sowie Mathias Abel (78.) retteten den „Roten Teufeln“ aber noch einen verdienten Zähler.

Der VfB begann nach dem Kantersieg gegen Bremen auch auf dem Betzenberg sehr selbstbewusst. Das Spiel der Gäste wirkte stets durchdachter und souveräner als die nur auf Kampf basierenden Aktionen der Hausherren. Mit der ersten guten Gelegenheit brachte Boka den VfB daher verdient in Front. Nach Doppelpass mit Ciprian Marica tauchte der Stuttgarter Flügelflitzer allein vor FCK-Torwart Tobias Sippel auf und überlistete ihn mit einem feinen Lupfer.

Den Pfälzern, bei denen Trainer Marco Kurz im Vergleich zum 1:3 in Leverkusen gleich vier Veränderungen vorgenommen hatte, fiel gegen die gut gestaffelte Stuttgarter Defensive dagegen nicht viel ein. Lediglich Christian Tiffert sorgte für ein wenig Dampf aus dem Mittelfeld. Der Ex-Stuttgarter war es auch, der in der 31. Minute kraftvoll in den VfB-Strafraum marschierte und dort nach einem Zweikampf mit Patrick Funk und Boka einen Strafstoß forderte.

Die Pfeife von Schiedsrichter Babak Rafati (Hannover) blieb aber stumm. Stattdessen schaltete der VfB schnell und kam durch Cacau im Gegenzug zum 2:0. Der Nationalspieler setzte sich gegen Martin Amedick durch und ließ Sippel keine Chance. Die beste Chance für die „Roten Teufel“ vergabe Srdjan Lakic. Eine Minute vor der Halbzeit wurde der Angreifer schön von Jan Moravek in Szene gesetzt, sein Schuss ging aber knapp am Stuttgarter Tor vorbei.

Fünf Minuten nach der Pause schien die Partie entschieden. Nach einem Foul von Amedick an Marica entschied Schiedsrichter Rafati zurecht auf Strafstoß. Gentner ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zum 3:0. FCK-Coach Kurz reagierte auf den deutlichen Rückstand mit der Hereinnahme der beiden Offensivspieler Ilicevic und Micanski und bewies damit ein glückliches Händchen.

Zunächst gelang Micanski nach Zuspiel von Tiffert das 1:3, dann verkürzte Ilicevic mit einem Traumtor auf 2:3 und verwandelte den Betzenberg in ein Tollhaus. Die Schwaben, bei denen es Georg Niedermeier (66.) und Marica (69.) zuvor versäumt hatten, für die Entscheidung zu sorgen, wankten nun und kassierten zwölf Minuten vor dem Ende den Ausgleich. Abel traf per Kopf zum verdienten 3:3 für die Hausherren.

Quelle: stuttgarter-nachrichten.de

Mittwoch, 10. November 2010

Vorsicht! Jetzt nur nicht nachlassen

Der VfB und seine Fans zelebrierten am Sonntagabend ein Fußballfest in der Mercedes-Benz-Arena. 6:0 gegen Werder Bremen.  Es durfte gefeiert werden.

Durfte. Schon am Tag danach musste die volle Konzentration wieder dem Kampf gegen den Abstieg und dem mindestens ebenso wichtigen Spiel beim 1. FC Kaiserslautern am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gelten. "Wir können heute vielleicht mal ein Bierchen trinken, aber dann muss es weitergehen", sagte auch Manager Fredi Bobic nach der Zauber-Gala der Roten.

Mehr als Lob für die Glanzleistung gab es für die VfB-Profis nicht. Einen freien Tag zur Belohnung , wie er bei vielen Bundesligaclubs nach großen Siegen durchaus üblich ist? Denkste. In dieser Woche wird auf dem Wasen genauso hart trainiert wie vor dem Kantersieg - mindestens.

Schwere Spiele für den VfB

Alles andere können sich die Roten in der momentanen Situation auch nicht erlauben. Das zeigen die Fakten beim Blick auf die Tabelle. Elf Spiele, zehn Punkte, Platz 14. "Wir haben absolut keinen Grund, jetzt euphorisch zu werden. In den kommenden Wochen warten viele schwere Spiele auf uns", betonte Cheftrainer Jens Keller.

Es geht eng zu im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga. Das Schlusslicht Borussia Mönchengladbach hat gerade einmal drei Punkte weniger als der VfB. Der nächste Gegner, der 1. FC Kaiserslautern, belegt derzeit Platz 15 - punktgleich mit den Roten. Und dahinter lauern Schalke (16./9 Punkte) und der 1. FC Köln (17./8), der nächste Heimgegner des VfB.

Fredi Bobic sprach nach dem 6:0 deshalb auch nur von einem "positiven Trend". Diesen gilt es nun zu bestätigen. Sonst droht das, was nach dem 18. September 2010 passiert ist. Damals hatte der VfB nach drei Niederlagen zum Auftakt Borussia Mönchengladbach mit 7:0 vom Platz gefegt. Das war's jetzt mit der Krise, dachten nicht wenige. Und dann? Der VfB verlor gegen Nürnberg, Leverkusen und Frankfurt drei Spiele in Folge, er war Letzter und Christian Gross seinen Trainerjob los.

So etwas darf nicht passieren, sonst stecken die Stuttgarter bis zur Winterpause im Tabellenkeller fest. Anders als im September scheinen die VfB-Profis jetzt verstanden zu haben, dass sie trotz des klaren Sieges noch nicht viel erreicht haben. "Wir sind noch lange nicht raus, dessen müssen sich alle bewusst sein. Wir dürfen nicht meinen, dass nun alles von alleine läuft", warnte Cacau am Montag. Der doppelte Torschütze ist sich aber sicher: "Keiner von uns wird sich ausruhen."

Quelle: stuttgarter-nachrichten.de

Schnäppchenmarkt des VfB Sport-Shops

Günstiger wird's nicht mehr! Unter diesem Motto findet in dieser Woche, von Donnerstag bis Samstag, der Schnäppchenmarkt des VfB Sport-Shops direkt in der Mercedes-Benz Arena statt. Dann heißt es, sich mit Outfits oder Accessoires aus der VfB Kollektion auszurüsten. Der VfB-Schnäppchenmarkt bietet garantiert für jeden Fan das Passende!

Am kommenden Donnerstag, 11. November, um 12.00 Uhr ertönt der Startschuss für das dreitägige Schoppingevent mit unschlagbaren Tiefstpreisen. Denn dann gibt es bis zu 70 Prozent Rabatt auf Trikots, Schals und Caps sowie viele weitere Fanartikel - solange der Vorrat reicht!

Öffnungszeiten und Ort:
Donnerstag, 11. November, von 12.00 bis 20.00 Uhr
Freitag, 12. November, von 12.00 bis 20.00 Uhr
Samstag, 13. November, von 10.00 bis 18.00 Uhr
Der VfB-Schnäppchenmarkt befindet sich direkt unter der Haupttribüne der Mercedes-Benz Arena. Der Zugang erfolgt über Tor 3, rechts neben dem Eingang zum Imtech Business-Center.

Montag, 8. November 2010

Hallenfußball: Der erste Reutlinger Gastro-Cup - Video, Bilder

Team Tom's Bar



Red Revivals mit Guido Buchwald






VfB Stuttgart schießt Werder Bremen mit 6:0 ab - Video

Der VfB Stuttgart hat sein strahlendes Europa- League-Gesicht endlich auch in der Fußball-Bundesliga gezeigt und die Krise bei Werder Bremen dramatisch verschärft. Durch das überzeugende und hoch verdiente 6:0 (3:0) verließ der VfB am Sonntag die Abstiegsränge, während die erschreckend schwachen und chancenlosen Bremer ihre vierte Niederlage in nur 13 Tagen kassierten.

Cacau scheiterte mit Elfmeter

Ciprian Marica (10.) und Nationalspieler Cacau (31., 45.) mit einem Doppelpack trafen vor 39.500 Zuschauern. Nach der Pause machten Christian Gentner (68.), Georg Niedermeier (73.) und Arthur Boka (87.) mit ihren Toren die Werder-Demütigung und vierthöchste Auswärts-Niederlage der Bremer perfekt.

Cacau (61.) vergab die Chance auf seinen dritten Treffer, als er mit einem Foulelfmeter an seinen Nationalmannschafts-Kollegen Tim Wiese scheiterte. Ähnlich schlecht machte es Werders Kapitän Torsten Frings (24.). Er verschoss erstmals nach sechs Jahren einen Elfmeter.

Während die Stuttgarter (10) sich auf Rang 14 verbesserten, bleiben die Bremer im Mittelfeld stecken. Erschreckend: Mit 26 Toren haben sie die zweitmeisten Gegentreffer nach Schlusslicht Borussia Mönchengladbach (33) kassiert. Beide Teams plagten Personalprobleme. Den Schwaben fehlten allein sieben Spieler, bei Werder sah es nicht viel anders aus. Bremens Trainer Thomas Schaaf brachte dennoch überraschend Sandro Wagner für seinen besten Saisontorschützen Hugo Almeida. Auch der zuletzt heftig kritisierte Mikael Silvestre rückte wieder in die Abwehrkette.

"Wir haben uns ziemlich dumm angestellt"


Die Stuttgarter konnten den Spieler-Aderlass bestens. Nahtlos knüpften sie an die gute Leistung vom 3:0 aus dem Europa-League-Spiel bei Getafe in Spanien an: aggressiv, schnell, kombinationssicher und konsequent bei der Chancenauswertung. Vor allem die Umstellung in der Mittelfeld-Zentrale zahlte sich aus: Erstmals hatte VfB-Trainer Jens Keller sein Wunschduo Christian Träsch und Christian Gentner aufbieten können - und durfte sich bestätigt fühlen. Schon zur Halbzeit war die Partie entschieden.

Die Bremer gingen zwar das hohe Tempo des VfB mit, doch erneut machte das dilettantische Defensivverhalten alle Bemühungen des Champions- League-Teilnehmers zunichte. „Wir haben uns ziemlich dumm angestellt bei den Gegentreffern“, ärgerte sich Clubchef Klaus Allofs zur Pause.

So hatte Werders Stürmerstar Claudio Pizarro den Führungstreffer der Stuttgarter durch den starken Marica (10.) ermöglicht. Im Mittelfeld hatte er den Ball per Hacke gespielt - und prompt verloren. Auch den Toren von Cacau (31., 45.) waren unerklärliche Fehler in der Deckung vorausgegangen. Nur dem überragenden Keeper Wiese hatten es die Gäste zu verdanken, dass es nicht noch schlimmer wurde.

Auch nach dem Wechsel änderte sich nichts am Bild. Die Bremer bemühten sich, mitzuspielen, Stuttgart lauerte auf seine Chancen - und bekam sie. Cacau (61.) scheiterte zwar mit einem Strafstoß, doch Gentner (68.), Niedermeier (73.) und Boka (87.) setzten wenig später die Schlusspunkte im Torreigen.

Quelle: stuttgarter-nachrichten.de

VfB Tore ab Minute 1

Freitag, 5. November 2010

Europa League: Viertes Spiel vierter Sieg - Video

In der Bundesliga kämpft der VfB Stuttgart ums Überleben, in der Europa-Liga zählt er zu den 32 besten Teams. Mit einem 3:0 (1:0) beim FC Getafe zogen die Roten vorzeitig in die Zwischenrunde ein. Der Wermutstropfen: Innenverteidiger Serdar Tasci verletzte sich und droht am Sonntag gegen Bremen auszufallen.

Mit seiner Aufstellung machte Trainer Jens Keller deutlich, wo zurzeit die Prioritäten bei den Roten liegen. Cacau, Christian Träsch, Timo Gebhart, Christian Gentner und Georg Niedermeier saßen zunächst auf der Bank, für sie standen Martin Harnik, Mamadou Bah, Mauro Camoranesi und Arthur Boka in der Startelf, in der Matthieu Delpierre sein Comeback feierte. Der Kapitän holte sich nach seiner Bundesligasperre und Verletzung Spielpraxis für das Bundesliga-Heimspiel gegen Werder Bremen am Sonntag (17.30 Uhr/Sky und Liga total). Dann sollen auch die geschonten Stammspieler mit frischen Kräften dazu beitragen, Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu sammeln. Serdar Tasci kann wahrscheinlich nicht mithelfen. Nach einer knappen Stunde fasste sich der Innenverteidiger an den Oberschenkel, wenig später musste er wegen einer Zerrung Timo Gebhart Platz machen - sein Einsatz am Sonntag scheint ausgeschlossen.

Gegen Getafe musste es auch ohne die etablierten Kräfte gehen. Und wie es ging! 20 Minuten lang hielt das Abwehrbollwerk des Madrider Vorortclubs, dann begann der Widerstand zu bröckeln. Ciprian Marica, der zweimal (14. und 22.) an Torhüter Oscar Ustari gescheitert war, fasste sich nach 26 Minuten und einem Fehlpass von Derek Boateng ein Herz und zog ab. Ustari ließ den haltbaren 22-Meter-Schuss des Rumänen, der schon im Hinspiel den 1:0-Siegtreffer erzielt hatte, über die Linie rutschen - 1:0.

Kurz zuvor war Juan Angel Albin mit einem Kopfball nur knapp gescheitert (25.). Zusammen mit einem Distanzschuss von Javier Arizmendi (32.) war es das einzige Lebenszeichen der Spanier, die sich nach dem Rückstand nahezu widerstandslos in ihr Schicksal fügten. Der Auftritt der Heim-Elf passte zum tristen Rahmen: Nur 3000 Fans, darunter 800 aus Stuttgart, bildeten eine äußerst dürftige Kulisse.

Vielleicht hatten sie ja geahnt, dass ihre Mannschaft chancenlos war gegen den VfB, der Ball und Gegner beherrschte und sich nur den Vorwurf machen lassen musste, seine Torchancen nicht konsequent genutzt zu haben. Harnik scheiterte an Ustari (30.), am Pfosten (37.) und wieder an Ustari (40.). Dennoch war Fredi Bobic zur Pause zufrieden. "Das war ein sehr beherzter und konzentrierter Auftritt", lobte der Manager.

Da wusste er noch nichts von Tascis Verletzung, die Personalsorgen beim VfB reißen nicht ab. Für den Verteidiger kam Gebhart zum Zug und auf Zuspiel von Cristian Molinaro gleich zum 2:0 (64.). Der VfB hatte leichtes Spiel, und dann wurde endlich auch Martin Harnik für seinen Einsatz belohnt - mit dem Treffer zum 3:0 (77.), das er nach einer Flanke von Boka im Liegen erzielte, und mit einem Essen. Das hatte Fredi Bobic dem Edel-Joker versprochen, wenn er auch bei einem Einsatz von Beginn an einmal trifft.

Der VfB jedenfalls ist durch, und nach der Niederlage von Young Boys Bern bei Odense BK höchstwahrscheinlich als Gruppensieger. Das garantiert ihm in der Zwischenrunde das Heimrecht im Rückspiel. Am 1. Dezember muss der VfB nach Bern, allerdings ohne Ciprian Marica. Der Stürmer zupfte nach einem Zweikampf seinen Gegenspieler am Ohr und sah für die relativ harmlose Szene die Rote Karte (79.).

Quelle: stuttgarter-nachrichten.de

Montag, 1. November 2010

DFB Pokal: VfB Stuttgart empfängt Bayern

U-20-Weltmeisterin Alexandra Popp hat dem FC Bayern im Schlagerspiel des DFB-Pokal-Achtelfinals eine Reise zu einem Cup-Lieblingsgegner beschert. Der Rekordsieger tritt in der Runde der letzten 16 beim VfB Stuttgart an, gegen den die Münchner in bislang sieben Duellen sechsmal gewannen. 

In der ARD-Sportschau zog die Frauen-Nationalspielerin nur ein weiteres Bundesliga-Duell: 1899 Hoffenheim empfängt Liga-Schlusslicht Borussia Mönchengladbach. Das Achtelfinale wird am 21. und 22. Dezember gespielt, die Sieger ziehen ins Viertelfinale (25. und 26. Januar 2011) ein. Das Endspiel steigt am 21. Mai in Berlin.

Die beiden verbliebenen Drittligisten haben Clubs aus der höchsten Spielklasse zu Gast: Im rheinland-pfälzischen Derby trifft die TuS Koblenz auf den 1. FC Kaiserslautern. Nach den Erfolgen über den VfL Bochum und Borussia Dortmund will Kickers Offenbach gegen den 1. FC Nürnberg auch den dritten Favoriten schrecken. "Es wird ein packender Pokalfight, wir sind gewarnt", kommentierte FCN-Coach Dieter Hecking das "Highlight zum Ende der Hinrunde".

Für die Münchner wird es eine schwäbische Einstimmung auf das Weihnachtsfest: Bereits wenige Tage vor dem Pokal-Achtelfinale kommt es am 17. Spieltag der Bundesliga zum Gastspiel bei den Stuttgartern, die nach schwachem Saisonstart derzeit andere Sorgen haben. "Unser Fokus liegt voll auf der Bundesliga", sagte VfB-Trainer Jens Keller, "der FC Bayern München ist aber natürlich ein absolutes Hammerlos für uns." Im Januar 2009 hatten die Schwaben zuletzt eine bittere 1:5- Achtelfinalklatsche gegen die Bayern kassiert.

In den weiteren Partien messen sich jeweils Bundesliga-Clubs mit Vereinen aus der zweiten Liga. Der FC Schalke 04 muss zum Vorjahres- Halbfinalisten FC Augsburg, gegen den MSV Duisburg will der 1. FC Köln seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Claus-Dieter Wollitz, Trainer von Energie Cottbus, sieht sein Team beim VfL Wolfsburg als "krassen Außenseiter".

Alemannia Aachen will am heimischen Tivoli die 4:6-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt aus dem Vorjahr vergessen machen. "Frankfurt ist im Moment gut in der Spur, aber das war Mainz auch", erinnerte Sportdirektor Erik Meijer an den Zweitrunden-Coup gegen die Rheinhessen, "an diesem Abend heißt es wieder: Alles oder nichts."